Nur wer trainiert, bleibt jung

Prof. Dr. Elke Zimmermann fordert die ältere Generation auf, ihre Muskeln zu trainieren statt „im Park spazieren zu gehen“

Ein Umdenken in der Gesundheitsprävention von älteren Menschen fordert die Medizinerin Prof. Dr. Elke Zimmermann von der Universität Bielefeld. „Die typischen Probleme der älteren Generation wie Knochenbrüche, die durch Sturzverletzungen verursacht werden, Osteoporose, Bluthochdruck und andere Krankheiten können durch ein gezieltes Sportprogramm erheblich reduziert werden“, sagt Zimmermann. Sie erklärte auf einer Pressekonferenz des Fitness-Studiobetreibers INJOY in Hamburg: „Krafttraining ist der ideale Sport für Senioren!“ Dabei sei es völlig egal, wie alt die jeweiligen Personen sind. Selbst wer mit 90 Jahren zu trainieren beginne, werde Erfolge haben. „Muskeln wachsen durch Training selbst noch im hohen Alter.“

Elke Zimmermann beruft sich unter anderem auf eine amerikanische Studie, in der 90-jährige Senioren erstmals mit Krafttraining gestartet sind. Bereits nach acht Wochen konnten die Studienteilnehmer, die drei Trainingseinheiten pro Woche absolvierten, eine deutliche Verbesserung ihrer Kraftwerte erzielen. Sie steigerten ihre Maximalkraft durchschnittlich um fast 200 Prozent. „Diese Untersuchung und viele andere Studien zeigen, dass es nie zu spät ist, mit dem Training zu beginnen“, erklärt die Sportmedizinerin. Besonders untrainierte ältere Menschen erzielten mit Krafttraining schnell einen deutlichen Fortschritt – dies steigere die Motivation zur sportlichen Betätigung.

Muskeln und Knochenzellen wachsen

„Durch Krafttraining wird eine insgesamt verbesserte Durchblutung erzielt, schließlich ist die Muskulatur das größtes Organ des menschlichen Körpers“, so Zimmermann. Besonders ältere Menschen profitierten von einer weiteren positiven Auswirkung des Muskeltrainings. Durch einen Trainingsreiz werde eine Anpassung des Körpers auf die Belastung erzielt. „So regen die Kräfte, die beim Krafttraining auf den Knochen wirken, die Aktivität der Knochenbildungszellen an. Schon nach einem halben Jahr regelmäßigen Krafttrainings erhöhe sich die Knochendichte signifikant.

Aber es sind nicht nur Osteoporose-Patienten, denen wachsende Muskeln helfen können. „Bluthochdruck, Zucker- und Herzkrankheiten, Brust- und Darmkrebs sowie Alzheimer – das Risiko an diesen Gebrechen zu erkranken, reduziert sich durch Krafttraining signifikant“, sagt Zimmermann. Kein Wunder, dass schon jetzt viele Senioren verschiedene Sportprogramme absolvieren. „Allerdings praktizieren viele ältere Menschen die falschen Sportarten, denn gerade Krafttraining steht bei den Senioren noch nicht im Trainingsplan“, so die Sportmedizinerin. Dabei sei der Aufbau einer gesunden Muskulatur gerade im Alter sehr wichtig.

Als entscheidend empfindet die Wissenschaftlerin der Universität Bielefeld gerade bei den älteren Menschen ein qualifiziertes Training. „Senioren sollten in einem gut ausgestatteten Fitnesscenter trainieren, in dem es gut ausgebildete Trainer gibt und die eine persönliche Betreuung gewährleisten.“ Denn gerade bei den Älteren sei es sehr wichtig, dass keine Überlastung durch falsches Training entstehe. Außerdem würden in den modernen Fitness-Studios etwa alle acht Wochen neue Trainingspläne erstellt – „so bleibt das Training effizient und vielfältig“, sagt Zimmermann.

Wer mit 60 fit sein möchte, muss mit 50 anfangen!

Paul Underberg, Geschäftsführer der INJOY Fitness- und Wellnessclubs, einem der größten Fitnessclub-Betreiber in Deutschland, beobachtet seit einigen Jahren einen verstärkten Zulauf bei den Senioren: „Die über 60-jährigen haben ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet und wollen nun ihren Ruhestand noch genießen – dazu gehören Gesundheit und Mobilität“, so der INJOY-Chef. Allerdings empfiehlt Underberg auch: „Wer mit 60 noch fit sein möchte, sollte spätestens mit 50 Jahren mit dem Training beginnen.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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