Altersarmut betrifft vor allem Frauen

Berufstätige Frauen erhalten mit durchschnittlich 534 Euro monatlich nur die Hälfte der Rentenbezüge männlicher Ruheständler, die sich im Schnitt über 1.021 Euro freuen können. Ein Schicksal, das vielen Frauen droht. Bei der gesetzlichen Rente stehen sie deutlich schlechter da als Männer.

„Viele Frauen vernachlässigen das Thema Altersvorsorge und vertrauen immer noch auf die gesetzliche Rente oder auf die Absicherung durch den Ehemann“, erklärt Horst-Elmar Grün, Geschäftsführer der Gesellschaft für Ruhestandsplanung Rhein Ruhr.

Das sei ein Fehler. Die Gefahr einer geringen staatlichen Rente bei Frauen hänge großteils zusammen mit beruflichen Unterbrechungen oder Teilzeitjobs während der Kindererziehung. Aber auch die immer noch bestehenden Lohnunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern gleicher Qualifikation spiele eine Rolle. Nicht zuletzt können Scheidungen finanziell kritische Folgen haben, wenn die eingeplante Mitabsicherung durch den Ehemann wegfällt.

„Umfragen zeigen, dass die meisten Frauen ihre zu erwartende Rente zu hoch einschätzen, wenn sie sich denn überhaupt mit der Frage auseinandersetzen“, so Grün.

Dabei sind die drohenden Probleme durchaus bekannt. Wie eine Umfrage der Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission Anfang des Jahres ergab, stimmten fast zwei Drittel der Befragten der Aussage zu, dass Frauen eher von Armut betroffen sein werden als Männer.

Um die Rentenlücke schließen zu können, seien Fragen zu klären wie: Wie lange hat man eingezahlt? Wie lange wird die Kinderpause dauern? Wann fängt man wieder an zu arbeiten?, um individuelle Lösungen entwickeln zu können.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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