Wenn der Pflegende Hilfe braucht…

viva50-rehaAngehörige aus dem Familien-, Freundes- oder auch Bekanntenkreis etc. versorgen und betreuen oftmals einen pflegebedürftigen Menschen. Dies ist in vielen Fällen eine enorme körperliche und auch psychische Belastung. Auch die Gesundheit des Pflegenden sollte berücksichtigt werden.

Zur Unterstützung kann ein professioneller Pflegedienst hinzugezogen werden. Unter bestimmten Bedingungen werden die anfallenden Kosten ganz oder teilweise von der Pflegeversicherung übernommen.

Reha für Pflegende

Es gibt Rehakliniken, die dem Angehörigen gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person die Möglichkeit bieten, Rehamaßnahmen durchzuführen und das pflegebedürftige Familienmitglied gut versorgt in der Nähe zu wissen. Dabei kann die betreuende Person je nach Wunsch mit der pflegebedürftigen Person zusammen untergebracht sein.

Die Versorgung, die angemessene Ernährung und die Raumpflege werden vom Personal gewährleistet, so dass sich der Angehörige und die pflegebedürftige Person völlig auf die Rehabilitation konzentrieren können. Die zuständige Pflegekasse kann hierbei Kosten übernehmen, sofern eine Pflegestufe beantragt wurde oder vorhanden ist. Laut dem Pflege-Neuordnungsgesetz besteht diese Möglichkeit auch für sämtliche Anschlussheilbehandlungen.

Berücksichtigung durch die Pflegeversicherung

Aufgrund des Pflegeversicherungsgesetzes sind die Pflegekassen in Bezug auf die möglichen Leistungen zum Beraten auch der Angehörigen verpflichtet. Ebenso gehören zu diesen Angeboten finanzielle Zuschüsse sowie kostenlose Schulungskurse, die von ambulanten Pflegediensten angeboten werden. Eine solche Schulung kann ebenso vor Ort in der häuslichen Umgebung der zu pflegenden Person durchgeführt werden. Durch die Zahlung des Pflegegeldes an die zu pflegende Person wird ermöglicht, dass der pflegende Angehörige eine finanzielle Anerkennung erhält. Des Weiteren gibt es durch die Zahlung von Beiträgen an die Rentenversicherung eine soziale Absicherung durch die Pflegekasse.

Hierbei muss der pflegende Angehörige für die Grundpflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung der betreffenden zu pflegenden Person wöchentlich mindestens 14 Stunden aufwenden. Die Pflegeperson darf zudem regelmäßig nicht über dreißig Stunden pro Woche erwerbstätig sein. Bei der Feststellung des Aufwandes der Pflege werden Zeiten der allgemeinen Betreuung sowie der Beaufsichtigung jedoch nicht berücksichtigt.

Bild von Uetliberg Uto Kulm via flickr.com

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