Demenzvorsorge wird immer wichtiger – Experten erwarten Anstieg auf drei Millionen Patienten bis 2050

Viele demente Menschen verspüren den Wunsch, "wegzulaufen". Auch deshalb wird die Betreuung der Betroffenen von ihrer Umgebung als große Herausforderung empfunden.
Viele demente Menschen verspüren den Wunsch, „wegzulaufen“. Auch deshalb wird die Betreuung der Betroffenen von ihrer Umgebung als große Herausforderung empfunden.

Demenz entwickelt sich weiter zur Volkskrankheit. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft erkranken pro Jahr fast 300.000 Menschen an Demenz. Ein Mittel zur Heilung ist bis jetzt nicht in Sicht. Aufgrund des dramatischen demografischen Wandels erwarten Experten bis 2050 einen Anstieg auf drei Millionen Patienten.

Demenz – eine große Belastung

Für Angehörige und Betroffene ist Demenz eine enorme Belastung, denn die Krankheit ist sehr betreuungsintensiv. Gleichzeitig werden in Zukunft immer weniger Familienangehörige die Betreuung übernehmen können und wollen. Betreuung und Pflege müssen damit sprichwörtlich eingekauft werden. Darauf hat die Politik mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) reagiert. Demenzkranke, die keine Pflegestufe haben, erhalten aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nun auch Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Für die erforderliche Betreuung reicht dies aber bei weitem nicht aus.

Finanzielle Belastung lindern

Wer für das Demenz- und Pflegerisiko mit einer privaten Pflegezusatzversicherung Vorsorge treffen will, sollte bei der Tarifwahl auf entsprechende Demenz-Leistungen achten. Ein besonders umfassendes Spektrum bietet etwa die DFV Deutsche Familienversicherung AG mit ihrer „DFV-DeutschlandPflege“ an. Von „Finanztest“ (Heft 05/2013, 23 Tarife im Test) bekam der Pflegetagegeldtarif für einen 45-jährigen Modellkunden die Note „sehr gut“ (1,5). Bereits ab Pflegestufe 0, in die Demenzpatienten eingeordnet werden, die noch körperlich fit sind, sieht der Tarif sinnvolle Leistungen vor.

So wird das vereinbarte Pflegetagegeld in allen Pflegestufen und damit auch in der Pflegestufe 0 zu 100 Prozent gezahlt. Auf Wunsch kann es sogar verdoppelt werden, wenn eine Demenzerkrankung zur Einstufung in die Pflegestufen I, II oder III führt. Zudem werden die Leistungen nicht gekürzt, wenn der Betroffene zu Hause gepflegt wird. Die frei verfügbare Sofortleistung von bis zu 10.000 Euro ermöglicht bereits ab Pflegestufe 0 die Finanzierung von Wohnungsumbauten oder besonderen Betreuungsleistungen. Mehr Informationen gibt es unter www.dfv.ag im Internet.

Pflegevorsorge mit einer starken Kombi

(djd). Die Politik will die private Pflegevorsorge mit einer neuen Pflegezusatzversicherung ankurbeln. Beim „Pflege-Bahr“ müssen Versicherte einen Beitrag von mindestens zehn Euro monatlich selbst leisten, der Staat gibt fünf Euro Zuschuss pro Monat dazu. Philipp Vogel, Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG: „Der Pflege-Bahr ist als Anreiz zu verstehen. Eine ausreichende Pflegevorsorge – speziell auch für den Demenzfall – ist aber nur durch die Kombination mit einem leistungsstarken, ungeförderten Ergänzungstarif möglich.“

Foto: djd/DFV Deutsche Familienversicherung/Fotolia.com/Osterland

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